Baustufe 2 – ELKI

Mit der Baustufe 2 entsteht das Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) der Universitätsmedizin Göttingen als zweite Phase des Masterplans. Der Neubau stärkt die UMG strategisch, indem Pädiatrie und Geburtshilfe an einem Standort vereint werden und so eine optimale Versorgung von Eltern und Kind ermöglicht wird. Alle relevanten pädiatrischen Funktionen, darunter Normal- und Intensivpflege, Ambulanzen, Radiologie und Notaufnahme, sind funktional gebündelt. Ergänzt wird das Raumprogramm durch sechs OP-Säle, ein Herzkatheterlabor sowie die Geburtshilfe mit fünf Kreissälen und der Wöchnerinnenstation. Kurze Wege verbessern die Abläufe deutlich. Das Gebäude umfasst sechs Geschosse mit rund 15.800 m² Nutzfläche und bietet insgesamt 181 Betten. Davon sind 31 für Wöchnerinnen, 100 für die pädiatrische Normalpflege sowie 20 pädiatrische und 30 neonatologische Intensivbetten.

Die einzelnen Etagen des ELKI sind jeweils spezifischen Funktionen und Nutzungsbereichen zugeordnet:

  • Auf der Ebene 02 befinden sich die technischen Anlagen, Umkleiden und Einrichtungen, die für den Betrieb des Gebäudes erforderlich sind.
  • Die Ebene 01 beherbergt die Ambulanzen, das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) sowie die pädiatrische Notaufnahme (pädNA) und die Radiologieabteilung (pädRAD).
  • Im Erdgeschoss sind die Bereiche der Psychosomatik (Station und Tagesklinik), die Pränatalambulanz und zwei pädiatrische Normalpflegestationen angesiedelt.
  • In der Ebene 1 befinden sich das Perinatalzentrum (Entbindung und Neonatologie) sowie die Wöchnerinnenstation.
  • Die zweite Etage ist für operative Eingriffe vorgesehen und umfasst den OP-Bereich und die pädiatrischen Intensivstationen.
  • Auf der obersten Ebene sind zwei pädiatrische Normalpflegestationen, Büroflächen und technische Einrichtungen beherbergt.

Innovative, regenerative Energiekonzepte wie Geothermie und solare Systeme gewährleisten einen nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudebetrieb. Das Gebäude selbst wird als hoch technisiertes und digital vernetztes Bauwerk in Stahlbetonskelettbauweise mit modularer Struktur realisiert, wodurch eine hohe Nutzungsflexibilität sichergestellt wird. Die Kombination aus zukunftsorientierter Energieversorgung und anpassungsfähiger Bauweise bildet die Grundlage für die angestrebte Zertifizierung nach dem DGNB-Gold-Standard.